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Telemedizin-Studie TIM-HF läuft bis 2010
Die seit Januar 2008 laufende Telemedizin-Studie TIM-HF ("Telemedical Interventional Monitoring in Heart Failure") wird bis April 2010 durchgeführt. Damit gehört die TIM-HF-Studie zu den weltweit wenigen Langzeitstudien zur Prüfung der medizinischen und wirtschaftlichen Überlegenheit einer telemedizinischen Mitbetreuung gegenüber der Standard-Therapie bei chronischer Herzinsuffizienz.
An der kontrollierten multizentrischen Studie nehmen 710 Patienten teil, jeweils zur Hälfte mit telemedizinischer Betreuung zusätzlich zur Standardtherapie ("Gruppe Telemedizin") bzw. ausschließlich mit Standardtherapie ("Gruppe Standard-Therapie"). Endpunkte sind Mortalität, stationäre Morbidität, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität. Die Studie ermöglicht zudem die Prüfung von Langzeiteffekten der telemedizinischen Mitbetreuung bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Bisherige Studien weisen mehrheitlich eine Laufzeit von 6-12 Monaten auf und konnten daher keine Langzeiteffekte bei dieser chronischen Erkrankung prüfen (Klersy et al., JACC 2009). Neben den beteiligten Kliniken (federführend: Charité - Universitätsmedizin Berlin; Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart) unterstützen niedergelassene Fachärzte aus inzwischen vier Bundesländern die Studie (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt).
Die TIM-HF-Studie ist die klinische Anwendungsstudie des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojektes "Partnership for the Heart". An der technischen Entwicklung und Unterstützung während der Studie sind unter anderem die Robert Bosch Healthcare GmbH sowie die Intercomponentware AG und die Aipermon GmbH & Co. KG beteiligt.
